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Die Ukraine profitiert von ihrem geistlichen Erbe!
Hauptstadt: Kiev (Kyiv) Fläche: 603 700 km2 Einwohner: 50 mio.

Als die Ukraine 1991 ihre Unabhängigkeit vom Sowjetreich erklärte, zerschlug sich jede Hoffnung auf ein Fortbestehen des kommunistischen Imperiums. Durch den Zusammenbruch des Kommunismus entstand ein grosses Vakuum in der ukrainischen Gesellschaft. Es folgte eine Zeit der Verunsicherung, die einerseits viele Menschen zu einer Offenheit für das Evangelium bewegte, andererseits von zahlreichen Sekten ausgenutzt wurde. Nach einem Jahrzehnt von entbehrungsreichen Reformen steht die Ukraine auf eigenen, wenn auch noch schwachen Beinen. Vieles lässt nun auf eine bessere Zukunft des Landes hoffen.

Gebet:

* Die Ukraine hat ein reiches geistliches Erbe. Während der Sowjetzeit lebten dort rund die Hälfte aller evangelikalen und pfingstlichen Freikirchen der UdSSR. Seit deren Kollaps haben sich diese Gruppen verdoppelt, trotz schwieriger äusserer Umstände!
* In den letzten Jahren sind zahlreiche ukrainische Missionsgesellschaften entstanden, die sich sehr dynamisch entwickeln. Sie engagieren sich in der Verbreitung der Guten Nachricht von Jesus Christus sowohl in der Ukraine, als auch in den anderen ehemaligen Sowjetstaaten. Dazu betreiben sie auch viele sozialdiakonische Werke und Projekte im Land selbst.





* Die Atomkatastrophe von Tschernobyl und der Untergang des kommunistischen Systems mit der nachfolgenden Wirtschaftskrise haben viele Ukrainer zutiefst verunsichert. Die Folgen waren ein Zusammenbruch der familiären Strukturen, eine Explosion der Kriminalität und der sexuellen Freizügigkeit. Durch die Strahlenbelastung von Tschernobyl und die Ausbreitung von AIDS droht eine erhöhte Sterblichkeit der Ukrainer. Beten wir, dass durch das Evangelium die Gesellschaft auf allen Ebenen gesund werden darf. Bitten wir Gott, dass die Ukrainer zu Jesus, der Quelle des Lebens kommen und ihren Durst nach echtem Leben nicht anderswo stillen!
* Die orthodoxe Kirche ist durch Streit zerrissen, weil konkurrierende Kirchenoberhäupter in Moskau und Kiew um die Gunst der Gläubigen buhlen. Grosse Aufmerksamkeit wird auch dafür verwendet, dass die von den Kommunisten beschlagnahmten Gebäude den Gläubigen zurückgegeben werden. Beten wir, dass sich die grossen Kirchen statt auf Machtpolitik auf die Erneuerung des geistlichen Lebens konzentrieren und neue Beziehungen inner- und ausserhalb der orthodoxen Kirchen knüpfen können.
* Streitereien und Misstrauen prägen leider auch viele evangelikale Christen. Durch die kommunistische Verfolgung und Unterwanderung der Gemeinden wurden tiefe seelische Wunden geschlagen. Beten wir um Heilung dieser seelischen Wunden des Verrats, der Verfolgung und des Misstrauens. Möge Gott den Blick der Christen neu auf ihre grossen geistlichen Aufgaben lenken.
* Es mangelt überall an Geld: für den Bau und die Einrichtung von Gemeinderäumen, die Ausbildung und das Schulmaterial von neuen Pastoren und die finanzielle Freisetzung von ausgebildeten Leitern. Bitten wir Gott, dass er Geldgebern das grosse Potential der Ukraine neu aufs Herz legt.
* Hunderte von ukrainischen Werken arbeiten evangelistisch, verteilen Literatur, dienen Schülern, Studenten, Kranken und Gefangenen mit ihrer Arbeit. Beten wir für einen weiteren Aufschwung dieser Initiativen und für eine fruchtbare Zusammenarbeit mit ausländischen Hilfsorganisationen.



Jugendfacts:

Wie in allen ehemaligen Ostblockstaaten sind auch in der Ukraine die Strassenkinder ein grosses soziales Problem geworden. Tausende leben auf der Strasse oder in schmutzigen Kellern und „verdienen“ ihren Unterhalt mit Betteln, Diebstahl, Raub und Prostitution. Strassenkinder sind völlig schutzlos gegen Verbrechen und alle Arten von Missbrauch. Durch ihr Leben auf der Strasse werden viele krank und landen früher oder später im Gefängnis. Beten wir dafür, dass die ukrainische Bevölkerung ein Herzensanliegen für diese Kinder entwickelt und konkrete Massnahmen zur Resozialisierung dieser jungen Menschen unternimmt.



Mission | Religion:

Die Ukraine ist ein Schlüsselstaat, eine geistliche Brücke zwischen Ost und West, zwischen Orthodoxie und Katholizismus. Seit der Unabhängigkeit hat sich die evangelische Kirche fast verdoppelt, trotz schwieriger Bedingungen. Es gibt aber viel Aberglaube. Die Ukraine selbst hat 906 Missionare ausgesandt, die in 16 Missionsgesellschaften organisiert sind. Von diesen Missionaren arbeiten 530 in der Ukraine selbst, 359 in Russland. Die restlichen Missionare arbeiten bevorzugt in den übrigen ehemaligen Sowjetrepubliken. 463 ausländische Missionare arbeiten in der Ukraine. Davon kommen 340 aus den USA, 19 aus Kanada und 42 aus dem deutschsprachigen Raum. Zu den deutschsprachigen Missionsgesellschaften, die in der Ukraine arbeiten, gehören: ICW, KEB, VDM, MBW, JmeM, LIO, OM und CfC.

Unter dem russischen Kommunismus wurde die Kirche stark verfolgt. Seit 1990 gilt Religionsfreiheit. Es gibt aber Einschränkungen für alle Denominationen, die nicht zur traditionellen orthodoxen Kirche gehört. Diese ist Staatsreligion. 90% nennen sich Christen, 10% sind Atheisten. 4,4% sind Freikirchliche (übergreifend).



Völker | Sprachen:

Zwei Drittel der Einwohner sind Ukrainer, ein Drittel sind Russen und andere Völker. Die Landessprache ist Ukrainisch, aber viele Leute sprechen Russisch.



Politik | Wirtschaft:

Die Ukraine ist ein flaches, fruchtbares Land, das rund 50% der Landwirtschaftserzeugnisse der ehemaligen Sowjetunion erzeugte. Auch heute noch gehört das Land zu den weltweit grössten Agrarstaaten. Zudem gibt es reiche Vorkommen an Kohle, Eisenerz, Öl und Gas. Die Umstellung von Plan- auf Marktwirtschaft in den neunziger Jahren war begleitet von Hyperinflation, massiver Auslandsverschuldung, und enormer Korruption. Erst in den letzten Jahren konnte das Land diese chaotischen Zustände langsam verlassen.
Nach der Verbannung der kommunistischen Partei bildete sich ein demokratisches Mehrparteiensystem, das jedoch durch den alten Staatsapparat behindert wird. Weil auch die Demokratie keinen wirtschaftlichen Aufschwung brachte, sehnen sich viele zurück nach den früheren Zeiten.

Mission | Religion:  Völker | Sprachen:   Politik | Wirtschaft:  
Ausländische Missionare sind offiziell zugelassen. Es bestehen über 100 Bibelschulen und theologische Seminare. Die Aussendung einheimischer Missionare hat sich rasant entwickelt. In der Missionsarbeit gibt es viele offene Türen, so zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit, in Evangelisation und Gemeindegründung.

Totale Freiheit bezüglich Glauben und Ausübung einer Religion. Offiziell nennen sich 94% der Einwohner Christen, doch nur 6.7% sind überzeugte evang. Christen. Das Land ist überflutet von okkulten Praktiken, Geisterbeschwörung, Ahnenverehrung und jeglicher Art dämonischer Handlungen. Ein geistlich gesehen düsteres Land. 
61% Mestizen, 28% Indianer, 9% Euro-Amerikaner (mit spanischer Herkunft).
89% sind alphabetisiert. Offizielle Sprache ist Spanisch. Mexiko ist weltweit die grösste Spanisch sprechende Nation. Total 298 Sprachen.  
Von Bedeutung sind Ölförderung, Tourismus und landwirtschaftliche Produkte. Weiter spielt der Drogenhandel eine große Rolle.
Nachdem Mexiko 1821 von Spanien unabhängig wurde und die Revolution von 1910-1917 zu einer Einparteienbundesrepublik führte, wurde die Macht durch die Kontrolle der Medien, durch die Manipulation gesellschaftlich mächtiger Gruppen und durch Korruption sowie Wahlbetrug aufrechterhalten.
Der Beitritt zur NAFTA beschleunigte den Niedergang der Revolutionspartei.
Beunruhigt wird die Regierung durch einige kleinere Guerillabewegungen im Süden, die für die Landrechte der indianischen Ureinwohner kämpfen.